Songs für unterwegs
Lanterns and Tides
Hongkong, Boracay und Kyoto werden zu drei Postkarten, getragen vom selben rastlosen, heilenden Wind.
Leseübersetzung für Bedeutung und Bilder — keine singbare Nachdichtung.
Verse 1 — Hong Kong
In Hong Kong dawn, the trams still hum,
the harbor glows like beaten drum.
A thousand rooftops kiss the mist,
the city wakes, the sky is kissed.
Up Lantau's slope, I climbed alone,
to see the great bronze Buddha throne.
Bought a bracelet, sandalwood,
and breathed the air — it smelled of good.
Chorus
I'm sending postcards from the wind,
from places where my thoughts begin.
The noise, the rain, the temple chime —
they stretch the heart, they bend the time.
I don't seek home, I just pretend,
and breathe it in — the world, my friend.
Verse 2 — Boracay, Philippines
On Boracay the waves are slow,
the palm trees lean where trade winds blow.
The sand sticks soft between my feet,
a choir of gulls, the sun's heartbeat.
I sip on rum, the tide rolls near,
the world turns light, the mind turns clear.
A child laughs loud, the day stands still —
I find some peace, against my will.
Chorus
I'm sending postcards from the wind,
to places I can't just rescind.
The heat, the waves, the nights that glow,
the stars that whisper what they know.
No map to lose, no road to mend —
I'm just a note the wind will send.
Bridge — Kyoto, Japan
In Kyoto rain the streets all gleam,
a painter's brush, a floating dream.
Through Gion's lanes, I walk alone,
past paper lamps and weathered stone.
The monks all smile, their heads bowed low,
the temple bells breathe soft and slow.
The incense curls, the world stands wide —
I feel the stillness deep inside.
Final Chorus
I'm sending postcards from the wind,
from all the lives I've stepped within.
The scent of tea, the sound of sea,
the peace that hums inside of me.
And though I roam, I understand —
the world's a letter in my hand.
Outro
The ink runs thin, the daylight bends,
but still the wind begins again.
Each step a prayer, each sight a hymn —
I write the world, it writes me in.
Strophe 1 — Hongkong
Im Morgen von Hongkong summen noch die Straßenbahnen,
der Hafen glüht wie eine geschlagene Trommel.
Tausend Dächer küssen den Nebel,
die Stadt erwacht, der Himmel wird geküsst.
Allein stieg ich Lantaus Hang hinauf,
zum Thron des großen bronzenen Buddha.
Ich kaufte ein Armband aus Sandelholz
und atmete die Luft — sie roch nach Gutem.
Refrain
Ich schicke Postkarten aus dem Wind,
von Orten, an denen meine Gedanken beginnen.
Der Lärm, der Regen, der Klang des Tempels —
sie weiten das Herz und biegen die Zeit.
Ich suche kein Zuhause, ich tue nur so,
und atme sie ein — die Welt, meine Freundin.
Strophe 2 — Boracay, Philippinen
Auf Boracay rollen die Wellen langsam,
Palmen neigen sich, wo Passatwinde wehen.
Sand haftet weich zwischen meinen Zehen,
ein Chor aus Möwen, der Herzschlag der Sonne.
Ich trinke Rum, die Flut kommt näher,
die Welt wird leicht, der Kopf wird klar.
Ein Kind lacht laut, der Tag steht still —
gegen meinen Willen finde ich Frieden.
Refrain
Ich schicke Postkarten aus dem Wind
an Orte, die ich nicht zurücknehmen kann.
Die Hitze, die Wellen, die leuchtenden Nächte,
die Sterne, die flüstern, was sie wissen.
Keine Karte zu verlieren, keinen Weg zu reparieren —
ich bin nur eine Note, die der Wind verschickt.
Bridge — Kyoto, Japan
Im Regen von Kyoto glänzen alle Straßen,
ein Pinselstrich, ein schwebender Traum.
Allein gehe ich durch Gions Gassen,
vorbei an Papierlaternen und verwittertem Stein.
Die Mönche lächeln, die Köpfe tief geneigt,
Tempelglocken atmen sanft und langsam.
Der Weihrauch kringelt sich, die Welt steht weit —
ich spüre die Stille tief in mir.
Letzter Refrain
Ich schicke Postkarten aus dem Wind,
aus all den Leben, in die ich trat.
Der Duft von Tee, der Klang des Meeres,
der Frieden, der in mir summt.
Und obwohl ich weiterziehe, verstehe ich:
Die Welt ist ein Brief in meiner Hand.
Outro
Die Tinte wird dünn, das Tageslicht beugt sich,
doch der Wind beginnt von Neuem.
Jeder Schritt ein Gebet, jeder Anblick eine Hymne —
ich schreibe die Welt, und sie schreibt mich hinein.
© Traveler’s Mindset · Songtext von Thomas Lukaschewski
