Innere Dialoge
Shapes
Ein Ich bewegt sich durch Arbeit, Liebe, Freundschaft und Einsamkeit – und fragt, ob eine einzige Gestalt die wahre sein kann.
Leseübersetzung für Bedeutung und Bilder — keine singbare Nachdichtung.
Verse 1
I wear a smile, clean and bright,
for every room, for every night.
At work I'm strong, at home forgiving,
with friends I rise, alone I'm softly living.
I say I'm simply who I am,
though meaning shifts — it always can.
And sometimes softly I demand:
How many shapes make who I am?
Verse 2
I talk the small talk people do,
say, “All is fine,” though it's not true.
The mirror watches, I rehearse,
my image whispers: “Find your verse.”
I claim I hate masks, shout it clear,
yet wear the biggest one, I fear.
How can one live as honest man?
How many shapes make who I am?
Chorus
Am I the one who writes at night,
when no one sees who stays in sight?
The one who laughs 'cause laughter fits,
while doubt cuts through me, bit by bit?
Am I the form that others see,
or him who stays when none there be?
I ask the shadows where I stand —
How many shapes make who I am?
Verse 3
Inside my car I scream, go wild,
a voice unleashed, no longer mild.
At parent meetings quiet and kind,
my body present, but not my mind.
With lovers soft like candle's glow,
with strangers cold as rivers flow.
Nothing holds forever on —
we trade our masks, then they are gone.
Bridge
Maybe deep inside there's still
a part untouched by force of will.
A place revealed once ego breaks,
and only naked silence stays.
I barely dare to look inside:
Would I face me — or just hide?
Final Chorus
Am I the one who still forgives,
or one who breaks, yet quietly lives?
The one who stays when all just ran —
How many shapes make who I am?
How many shapes make who I am …
Strophe 1
Ich trage ein Lächeln, sauber und hell,
für jeden Raum und jede Nacht.
Bei der Arbeit bin ich stark, zu Hause verzeihend,
unter Freunden blühe ich auf, allein lebe ich ganz leise.
Ich sage, ich sei einfach, wer ich bin,
obwohl sich die Bedeutung verschiebt — wie sie es immer kann.
Und manchmal frage ich ganz leise und bestimmt:
Wie viele Gestalten machen mich zu dem, der ich bin?
Strophe 2
Ich führe den Small Talk, den man eben führt,
sage: „Alles ist gut“, obwohl es nicht stimmt.
Der Spiegel schaut zu, ich probe meinen Auftritt,
mein Bild flüstert: „Finde deine eigene Zeile.“
Ich behaupte laut, dass ich Masken hasse,
und trage doch, fürchte ich, die größte von allen.
Wie kann man als ehrlicher Mensch leben?
Wie viele Gestalten machen mich zu dem, der ich bin?
Refrain
Bin ich derjenige, der nachts schreibt,
wenn niemand sieht, wer übrig bleibt?
Derjenige, der lacht, weil Lachen gerade passt,
während Zweifel mich Stück für Stück durchschneiden?
Bin ich die Gestalt, die andere sehen,
oder der, der bleibt, wenn niemand da ist?
Ich frage die Schatten, wo ich stehe —
wie viele Gestalten machen mich zu dem, der ich bin?
Strophe 3
In meinem Auto schreie ich und lasse alles heraus,
eine entfesselte Stimme, nicht länger sanft.
Beim Elternabend still und freundlich,
mein Körper ist anwesend, mein Geist jedoch nicht.
Mit Geliebten weich wie Kerzenschein,
mit Fremden kalt wie fließende Flüsse.
Nichts hält ewig an —
wir tauschen unsere Masken, dann sind sie fort.
Bridge
Vielleicht gibt es tief in mir noch immer
einen Teil, den kein Wille geformt hat.
Einen Ort, der sichtbar wird, sobald das Ego zerbricht
und nur noch nackte Stille bleibt.
Ich wage kaum, hineinzusehen:
Würde ich mir begegnen — oder mich nur verstecken?
Letzter Refrain
Bin ich derjenige, der noch immer verzeiht,
oder einer, der zerbricht und trotzdem still weiterlebt?
Derjenige, der bleibt, wenn alle anderen fortgelaufen sind —
wie viele Gestalten machen mich zu dem, der ich bin?
Wie viele Gestalten machen mich zu dem, der ich bin …
© Traveler’s Mindset · Songtext von Thomas Lukaschewski
