Songs für unterwegs
World Between Worlds
Japans Tempel, Züge, Wälder und Neonstädte begegnen sich in einem Liebeslied an Kontrast, Stille und Wiederkehr.
Leseübersetzung für Bedeutung und Bilder — keine singbare Nachdichtung.
Verse 1
I woke up where the stone steps kiss the morning mist and moss,
a shrine where ancient spirits slept, and foxes guard memories once lost.
Incense curling right before me, paper fortunes softly sway,
someone bows before the torii, and my restless mind gives way.
Chorus 1
You're a world between worlds, neon dreams and temple bells,
ramen steam and quiet forests where the oldest spirit dwells.
From your lantern-painted alleys to the trains that split the night,
Japan, you open my inner palace, and fill its empty rooms with light.
Verse 2
Shibuya crossing, human river, glowing signs in manga hues,
pixel creatures drift and quiver, VR gods and gacha views.
Yet an old man tends a garden on a rooftop out of sight,
tiny bonsai, roots unguarded, city breathing neon light.
Sushi bar with seven seats, chef just nods — no need for talk,
chopsticks click in gentle beats, Lawson hums across the walk.
Chorus 2
You're a world between worlds, neon dreams and temple bells,
ramen steam and quiet forests where the oldest spirit dwells.
From your lantern-painted alleys to the trains that split the night,
Japan, you open my inner palace, and fill its empty rooms with light.
Bridge
Onsen water on my skin, mountains hiding in the cloud,
every hidden break within suddenly feels half allowed.
If my life was a shattered cup, you would line it up with gold,
call the scars a gilded glow-up, call it courage to grow old.
Maybe life's not about glory, not a race that must be won,
but a quiet bowl of ramen after everything is done.
Final Chorus
You're a world between worlds, ocean air and city glow,
Shinto whispers in the cedar, bullet trains that never slow.
From your lantern-painted alleys to the mountains dressed in white,
Japan, you quiet all my inner rallies like kintsugi filled with light.
If I ever lose my compass in the noise of what’s to come,
I'll remember how you showed me that every wandering mind
can calm into a distant home.
Strophe 1
Ich erwachte dort, wo Steinstufen Morgennebel und Moos küssen,
an einem Schrein, in dem alte Geister schliefen und Füchse verlorene Erinnerungen bewachen.
Weihrauch kräuselt sich vor mir, Papierorakel wiegen sich sanft,
jemand verbeugt sich vor dem Torii, und mein ruheloser Geist gibt nach.
Refrain 1
Du bist eine Welt zwischen Welten, Neonträume und Tempelglocken,
Ramendampf und stille Wälder, in denen der älteste Geist wohnt.
Von deinen laternenbemalten Gassen bis zu den Zügen, die die Nacht teilen,
Japan, du öffnest meinen inneren Palast und füllst seine leeren Räume mit Licht.
Strophe 2
Shibuya-Kreuzung, ein Fluss aus Menschen, leuchtende Schilder in Mangafarben,
Pixelwesen treiben und zittern, VR-Götter und Gacha-Welten.
Und doch pflegt ein alter Mann ungesehen einen Garten auf einem Dach,
winzige Bonsai, ungeschützte Wurzeln, die Stadt atmet Neonlicht.
Eine Sushibar mit sieben Plätzen, der Koch nickt nur — Worte sind nicht nötig,
Essstäbchen klicken in sanftem Takt, auf der anderen Straßenseite summt der Lawson.
Refrain 2
Du bist eine Welt zwischen Welten, Neonträume und Tempelglocken,
Ramendampf und stille Wälder, in denen der älteste Geist wohnt.
Von deinen laternenbemalten Gassen bis zu den Zügen, die die Nacht teilen,
Japan, du öffnest meinen inneren Palast und füllst seine leeren Räume mit Licht.
Bridge
Onsenwasser auf meiner Haut, Berge versteckt in den Wolken,
jeder verborgene Bruch in mir fühlt sich plötzlich ein wenig erlaubt an.
Wäre mein Leben eine zerbrochene Schale, würdest du ihre Risse mit Gold füllen,
die Narben vergoldetes Leuchten nennen und das Altern Mut.
Vielleicht geht es im Leben nicht um Ruhm und nicht um ein Rennen, das man gewinnen muss,
sondern um eine stille Schale Ramen, wenn alles andere getan ist.
Letzter Refrain
Du bist eine Welt zwischen Welten, Meeresluft und Stadtleuchten,
Shinto flüstert in den Zedern, Hochgeschwindigkeitszüge werden niemals langsam.
Von deinen laternenbemalten Gassen bis zu den weiß gekleideten Bergen,
Japan, du beruhigst all meine inneren Aufstände wie Kintsugi, gefüllt mit Licht.
Sollte ich im Lärm dessen, was kommt, je meinen Kompass verlieren,
werde ich mich daran erinnern, wie du mir gezeigt hast, dass jeder wandernde Geist
in einer fernen Heimat zur Ruhe finden kann.
© Traveler’s Mindset · Songtext von Thomas Lukaschewski
